Keratoconus

Keratokonus ist eine chronische, dystrophische, progressive, beidseitige Hornhauterkrankung, die in den meisten Fällen im Jugendalter oder im jungen Alter auftritt. Die Krankheit ist durch eine Veränderung in allen Schichten der Hornhaut, ihre Ausdünnung, konische Auswölbung (daher der Name der Krankheit) und eine ausgeprägte Beeinträchtigung der optischen Eigenschaften der Hornhaut gekennzeichnet.

Bekannte genetische Veranlagung für diese Krankheit. Bis vor kurzem galt der Keratokonus jedoch als Krankheit mit einer ausgeprägten regionalen Epidemiologie, da die am stärksten verbreiteten Bereiche des Keratokonus immer die Regionen des Nahen Ostens und des Kaukasus sowie einige asiatische Länder waren. In den letzten Jahrzehnten ist jedoch die Häufigkeit von Keratokonus in anderen Regionen der Erde deutlich gestiegen. Es gibt heute keine genaue Erklärung für dieses Phänomen. Die meisten Wissenschaftler erklären dies durch eine Verschlechterung der ökologischen Situation, einschließlich einer Erhöhung des Strahlungshintergrunds. Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Enzymstörungen und das Ungleichgewicht der Mikroelemente der Hornhaut beim Auftreten der Erkrankung im Zusammenhang mit den direkten Mechanismen der Entwicklung des Keratokonus eine Rolle spielen.

Der Prozess des Fortschreitens des Keratokonus ist in Stufen unterteilt:

  • Ich – anfangs
  • II – entwickelt
  • III – weitreichend,
  • IV – terminal.

Es gibt jedoch auch so genannte. akuter Keratokonus, der vor dem Hintergrund des weit entfernten Stadiums eines chronisch fließenden Keratokonus auftritt und durch unerwartete Augenschmerzen, Tränenfluss, starke Abnahme der Sehschärfe, starkes Ödem und Hornhauttrübungen gekennzeichnet ist, die eine dringende Behandlung erfordern.

Den Verlauf des Keratokonus vorherzusagen, ist schwierig. Bei einigen Patienten entwickelt sich die Erkrankung langsam über Jahrzehnte, bei anderen verläuft die Erkrankung über Monate hinweg rasch und verlagert sich von einem Stadium zum anderen mit einer entsprechenden Verschlechterung des Sehvermögens.

SYMPTOME UND DIAGNOSTIK DES KERATOCONUS

Der Beginn des Keratokonus ist durch das Auftreten von lokaler Hernienprotrusion oder der sogenannten Kerathektasenzone (Keratektasie ist ein Vorgang des Streckens und Ausdünnens der Hornhaut) am häufigsten in der äußeren Hornhaut oder im unteren Quadranten der Hornhaut gekennzeichnet. Die Sehschärfe zu diesem Zeitpunkt bleibt in der Regel zufriedenstellend. Mit dem Fortschreiten der Erkrankung erfasst die Keratektasie, die sich ausdehnt, einen zunehmenden Teil der zentralen Pupillenzone der Hornhaut mit einer entsprechenden Verschlechterung ihrer optischen Eigenschaften und einer starken Abnahme der Sehschärfe.

Das Fortschreiten der Krankheit äußert sich in einer Veränderung der Form und Dicke der zentralen Teile der Hornhaut und in der Entwicklung der sogenannten Hornhaut. unregelmäßiger oder unregelmäßiger Astigmatismus, der mit einer Brille nicht korrigiert werden kann. Durch das weitere Fortschreiten des Prozesses treten in den letzten Stadien der Erkrankung Trübungen in der Hornhaut auf, die letztendlich zu einer Abnahme der Arbeitsfähigkeit und Behinderung führen.

Die ersten subjektiven Manifestationen des Keratokonus

Die den Patienten zu einem Augenarzt zwingen, sind Beschwerden über Sehstörungen, Unschärfe, Unschärfe entfernter Objekte. Gleichzeitig sind diese Symptome charakteristisch für Myopie, die sich jedoch im Gegensatz zum Keratokonus zu entwickeln beginnt, meistens im späten Kindesalter und im Jugendalter.

Wenn der Keratokonus derselbe ist, treten nach dem Abschluss in der Regel Beschwerden über verschwommenes Sehen auf, was für Myopie nicht typisch ist. Gleichzeitig können Patienten über Sehstörungen in der Nähe klagen, d. H. Beim Lesen, was auch für Myopie untypisch ist. Andere frühe Symptome des Keratokonus können Beschwerden über die „Ausdehnung“ von Lichtquellen, das Auftreten von Halos um sie herum sein, sowie das Verdoppeln oder Erstellen von Bildern von kleinen Objekten, wenn sie mit einem Auge betrachtet werden, was mit Astigmatismus verbunden ist, der sich immer mit Keratokonus entwickelt.

Im Gegensatz zu Myopie

Ist es bei Patienten mit Keratokonus aufgrund eines unregelmäßigen Astigmatismus nahezu unmöglich, mit Hilfe einer Brille eine vollständige Korrektur der Sehschärfe zu erreichen. Im Anfangsstadium der Erkrankung ist dies zwar selten möglich, aber Patienten mit Keratokonus beklagen sich rasch wieder über die unbefriedigende Qualität der ausgewählten Brillenkorrektur. Daher ist ein häufiger Brillenwechsel auch ein charakteristisches Merkmal der Keratokonusentwicklung.

Die frühzeitige Diagnose des Keratokonus ist ein komplexes und relevantes Problem. Für die rechtzeitige Diagnose der ersten objektiven Symptome des Keratokonus ist ein ganzer Komplex von Diagnosestudien erforderlich, dessen Leistungsfähigkeit durch das Ausrüstungsniveau der ophthalmologischen Einrichtung bestimmt wird. Diese Studien umfassen computerisierte Keratotopographie, objektive Aberrometrie, optische Kohärenztomographie und Hornhaut-Konfokalmikroskopie.